TAWNY auf dem Web Summit: Mittelständisches Unternehmen sieht glänzende Zukunft für emotionale künstliche Intelligenz

Montag, 5. November 2018 —  

Ein Auto, das weiß, wann der Fahrer eine Pause einlegen sollte, oder Software am Arbeitsplatz, die den Stresspegel des Benutzers anzeigt – Entwicklungen, die für deutlich mehr Sicherheit und Produktivität sorgen könnten. Mit Unterstützung des Enterprise Europe Network hat das mittelständische europäische Unternehmen Tawny gezeigt, wie emotional intelligente Produkte und Dienstleistungen uns in unserem Leben einen echten Nutzen bringen können.

Durch die Messung physiologischer Parameter wie Herzfrequenz und Hautwiderstand und mithilfe des maschinellem Lernens hat TAWNY eine Software entwickelt, die Gefühlszustände und Stress erkennt. Diese Fähigkeit des wahrnehmenden Lernens ist es, die der Software laut des CEO von TAWNY, Dr. Michael Bartl, zu ihrer Intelligenz verhilft.

„In der Zukunft können Autos, die mit dieser künstlichen Intelligenz (KI) ausgestattet sind, spüren, ob Sie aggressiv oder überlastet sind, und das Fahrassistenzsystem entsprechend anpassen“, so Dr. Bartl. „Und am Arbeitsplatz kann es erkennen, wann Sie am produktivsten sind.“

Das TAWNY-System wurde bereits unter verschiedenen Rahmenbedingungen getestet. So trugen Versuche an einer Automobil-Fertigungsstraße dazu bei, Unfälle zu vermeiden, indem die Software Fehler voraussah, und eine Call-Center-Software konnte allein durch die Analyse physiologischer Signale vorhersehen, ob einem Verkäufer im Verkaufsgespräch ein erfolgreicher Abschluss gelingen wird. „Künstliche Intelligenz ist kein eigenständiges Produkt; vielmehr handelt es sich dabei um einen installierten Dienst, der von Produkten erzeugte Daten sammelt“, erklärt Dr. Bartl.

TAWNY wurde im April 2017 als Spin-off des deutschen Innovationsführers Hyve gegründet, der sich der Erkennung und Förderung bahnbrechender digitaler Technologien widmet. Von Anfang an arbeitete TAWNY eng mit dem Enterprise Europe Network zusammen. „Wo das Netzwerk wirklich einen Mehrwert brachte, war bei unserer Suche nach einem Business Coach, die sich in unserem Bereich der emotionalen KI nicht einfach gestaltete“, so Dr. Bartl. „Mit dem Coach haben wir viele Tage lang unsere Vision erörtert und Bewerbungen vorbereitet, und dank dieser Zusammenarbeit haben wir inzwischen einen Investor gefunden. Wir sind bereit für ein neues Zeitalter der Interaktion zwischen Mensch und Maschine.“

Obwohl KI als unverzichtbare Zukunftstechnologie gehandelt wird, gibt es dafür bislang wenige bewährte Anwendungen. Hier sieht TAWNY seinen Wettbewerbsvorteil. „TAWNY bietet vielen Kunden die Möglichkeit, ihre Zukunftsprodukte mit einer intelligenten digitalen Ebene auszustatten, die sie derzeit nicht haben. Wir werben daher mit dem Konzept ‚TAWNY inside‘ für intelligente Produkte.“

Mit sechs neuen Aufträgen in Aussicht und in enger Zusammenarbeit mit den KI-Experten der renommiertesten wissenschaftlichen Institutionen Europas blickt das Unternehmen einer vielversprechenden Zukunft entgegen. „In diesem Bereich haben wir jetzt die Chance, als wichtiger Akteur aufzutreten“, so Dr. Bartl.

Nach den neuesten Daten des Enterprise Europe Network – basierend auf Umfragedaten von Unternehmen, die die Dienste des Netzwerks in Deutschland nutzen – erwarten 56 % der international tätigen KMU für das kommende Jahr eine Steigerung ihres Umsatzes; 30 % gehen davon aus, dass sie Arbeitsplätze schaffen werden und 46 % rechnen mit einer Erhöhung ihres Marktanteils.

Das Enterprise Europe Network ist das weltweit größte Fördernetzwerk für mittelständische Unternehmen, die auf internationaler Ebene durchstarten wollen.